Alle Links führen zu externen Anbietern. Es entstehen keine Kosten, solange du dort nichts bestellst.
2023 startete burnair einen Videowettbewerb, an dem wir unbedingt teilnehmen wollten. Von Anfang an war klar: Das gemeinsame Erlebnis steht im Mittelpunkt unseres Videos: von der Anreise bis zum eigentlichen Flug, anschliessend reflektiert in Videoform.
Dieses Konzept behalten wir seither bei. Das erste Video brachte uns den zweiten Platz im Wettbewerb ein. Es war der Anfang von Beyond Glides. Seither zeigen wir, dass Gleitschirmfliegen ein durchaus soziales Hobby sein kann.
Alle Beiträge auf dieser Seite sind chronologisch sortiert.
Im Jura zu starten und bis in den Napf zu fliegen war schon immer ein grosses Ziel von uns. Dieses Unterfangen ist deshalb anspruchsvoll, weil es im Mittelland keine Berge mit klaren Abrisskanten für die Thermik gibt. Es ist daher immer wieder eine Lotterie, ob man rechtzeitig eine neue Thermik findet oder ob man relativ schnell wieder am Boden steht.
Im Jura zu starten und bis in den Napf zu fliegen war schon immer ein grosses Ziel von uns. Dieses Unterfangen ist deshalb anspruchsvoll, weil es im Mittelland keine Berge mit klaren Abrisskanten für die Thermik gibt. Es ist daher immer wieder eine Lotterie, ob man rechtzeitig eine neue Thermik findet oder ob man relativ schnell wieder am Boden steht.
An diesem Tag sind wir auf die Röti gelaufen. Ja, gelaufen! Es war Stefanos Idee, aber da es am Morgen noch schön kühl war, wurde daraus ein echt schöner Hike auf den Weissenstein. Danach war die Thermikprognose optimal für das Mittelland: Nordwind (also Rückenwind), eine Wolkenbasis von über 2500 m und dank einer Inversion auf 3000 m keine Überentwicklung. Schon früh zeigten sich schöne Wolkenstrassen, und so flogen wir direkt nach dem Start ins Mittelland hinein.
Die Bedingungen waren wirklich traumhaft. Schnell drehten wir auf über 2500 m auf und hatten dadurch etwas mehr Höhenreserve. Trotzdem wurde es schon bald brenzlig, da wir nur noch 200 m über dem Boden waren und es viel Abschattung gab. Stefano hatte den richtigen Riecher, und an einer sonnenbeschienenen Waldkante konnten wir wieder auf über 2000 m aufdrehen. So arbeiteten wir uns Stück für Stück weiter und flogen schliesslich über Burgdorf Richtung Entlebuch. Die Niesenkette nach drei Stunden Flug vor sich zu sehen ist gewaltig! Nach einigem Hin und Her mit Warnzonen und TMAs konnten wir schliesslich völlig zufrieden in einem Vorort von Luzern landen und mit dem Zug nach Hause fahren.
Ein Flug, den wir nie vergessen werden!
Hike and Fly Plauschwettkämpfe sind etwas Tolles. Für mich war es die zweite, für Stefano bereits die dritte Teilnahme am Engelberg Cup und unser Ziel war simpel: einen unvergesslichen Tag erleben. Mission erfüllt.
Hike and Fly Plauschwettkämpfe sind etwas Tolles. Für mich war es die zweite, für Stefano bereits die dritte Teilnahme am Engelberg Cup und unser Ziel war simpel: einen unvergesslichen Tag erleben. Mission erfüllt.
Los ging es früh morgens mit dem Hike zur Diegisbalm, von wo wir in komplett ruhiger Luft einen Abgleiter zum Bahnhof Grafenort machten. Dank der Sportkategorie ging es dann mit Zug und Gondel weiter zum Brunni, von wo wir den Rest des Tasks fliegerisch unter die Flügel nehmen konnten.
Und was für ein Tag. Am Morgen noch stabil, baute die Thermik am Mittag bereits auf knapp 3000 Meter auf. Den kompletten Task von knapp 40 km legten wir so innerhalb von 2,5 Stunden zurück, immer in der vordersten Gruppe, und schlossen den Wettkampf am Ende als 4. und 5. ab.
Das Ergebnis war ein schöner Bonus. Was diesen Tag aber wirklich besonders machte, waren die vielen tollen, lustigen und atemberaubenden Momente, und die Tatsache, dass wir den ganzen Cup gemeinsam erleben konnten. Obwohl wir beide gepusht haben, waren wir stets etwa gleich schnell unterwegs. Das hat es zu etwas Speziellem gemacht. Wir freuen uns schon auf den nächsten Cup 2027.
Im Herbst haben Stefano und ich innerhalb einer Woche beide einen persönlichen Meilenstein erreicht. Es war schon lange unser Traum, irgendwann die Alpen zu queren und vom Wallis ins Berner Oberland zu fliegen. Wir haben es beide geschafft – zwar leider nicht am selben Tag, aber innerhalb derselben Woche im Oktober 2025.
Im Herbst haben Stefano und ich innerhalb einer Woche beide einen persönlichen Meilenstein erreicht. Es war schon lange unser Traum, irgendwann die Alpen zu queren und vom Wallis ins Berner Oberland zu fliegen. Wir haben es beide geschafft – zwar leider nicht am selben Tag, aber innerhalb derselben Woche im Oktober 2025.
Für mich persönlich war es der emotionalste Flug meiner bisherigen Karriere. Nach einem harzigen Start in Fiesch und viel Risiko bei der tiefen Talquerung nach Bellwald ging es langsam Meter für Meter nach oben. Sobald die Inversion erst einmal durchbrochen war, stieg ich immer höher bis auf 4100m.
Der Querung ins Berner Oberland stand nun nichts mehr im Weg. Die Aussicht über den Gletschern und dem Finsteraarhorn war gigantisch – mir sind vor Glück einfach die Tränen heruntergelaufen. Ich war so überwältigt, dass ich im Berner Oberland die Thermik glatt „verschlafen“ habe und schlussendlich zu einem Abgleiter bis kurz vor Interlaken ansetzen musste. Aber es war ein einmaliges Erlebnis!
Mit viel Optimismus starteten Stefano und ich am Gummen und machten uns zügig auf den Weg Richtung Güpfi und Lungern. Unser Plan für diesen Tag: so weit wie möglich nach Westen vorstossen. Die Bedingungen waren anfangs wie im Märchen – die Thermik passte und der Flug bis zur Querung bei Lungern war ein absolutes Gedicht.
Mit viel Optimismus starteten Stefano und ich am Gummen und machten uns zügig auf den Weg Richtung Güpfi und Lungern. Unser Plan für diesen Tag: so weit wie möglich nach Westen vorstossen. Die Bedingungen waren anfangs wie im Märchen – die Thermik passte und der Flug bis zur Querung bei Lungern war ein absolutes Gedicht.
Doch dann kam der Moment der Entscheidung – und die Ungewissheit. Wir steuerten eine sonnenbeschienene Kante an, doch die erhoffte Thermik blieb aus. Während ich mich mühsam einige Meter über die Krete hochkämpfte, suchte Stefano noch nach dem entscheidenden Bart. Ich wartete, drehte eine Runde um die nahen Gipfel, doch plötzlich wendete sich das Blatt: Stefano fand den Anschluss und konnte hochdrehen, während ich nun hoffnungslos absank.
Ab hier trennten sich unsere Wege und eine emotionale Achterbahnfahrt begann. Stefano konnte dank seiner Höhe der heraufziehenden Bewölkung entfliehen und zog mit ordentlich Luft unter den Flügeln durch das Entlebuch. Ich hingegen stand praktisch schon mit einem Bein am Boden. Ich hatte eigentlich schon aufgegeben, als ich mit ein paar Restmetern über einem Bauernhof den rettenden Strohhalm fand.
Mit extrem schwachem Steigen und unter einer hohen Wolkendecke kämpfte ich mich Meter um Meter zurück auf ca. 2000m. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stefano bereits den Sarnensee gequert und war schon wieder auf dem Rückweg Richtung Engelberg. Ich mogelte mich irgendwie über den See, kam auf der anderen Seite gefährlich tief an, aber als die Sonne wieder durchbrach, kam die Erlösung: Mit viel Geduld konnte ich doch noch einmal hochdrehen und schliesslich ins Engelbergertal rüberwechseln.
In Wolfenschiessen kreuzten sich unsere Routen dann endlich wieder. Gemeinsam landeten wir und konnten bei der Landebier-Analyse über diesen verrückten Tag und unsere völlig unterschiedlichen Erlebnisse lachen.
Heute trafen wir uns in Engelberg. Stefano war rund zweieinhalb Stunden aus Thun angereist, ich aus Basel. Unser Ziel: zurück in Richtung Thun zu fliegen. Luftlinie sind das zwar nur etwa 50 Kilometer, aber in der Luft ist man deutlich schneller unterwegs als mit dem ÖV.
Heute trafen wir uns in Engelberg. Stefano war rund zweieinhalb Stunden aus Thun angereist, ich aus Basel. Unser Ziel: zurück in Richtung Thun zu fliegen. Luftlinie sind das zwar nur etwa 50 Kilometer, aber in der Luft ist man deutlich schneller unterwegs als mit dem ÖV.
Die Bedingungen waren perfekt angesagt: eine Basis bis auf 3’800 Meter! Entsprechend starteten wir früh und waren die ersten, die das Engelbergertal verlassen konnten. In einer geraden Linie ging es Richtung Lungern, wo wir direkt Anschluss am Brienzergrat fanden und tatsächlich bis auf 3’800 Meter aufdrehen konnten.
Die Höhenunterschiede, über 3’000 Meter über dem Boden, waren schlicht beeindruckend. Weiter ging’s Richtung Frutigen, über den Thunersee hinweg, und wir genossen den Flug so lange, wie es die Lust und das Wetter zuliessen. Als es bei Frutigen zunehmend windiger wurde, entschieden wir uns glücklich und zufrieden zur Landung.
Stefano war nur noch 20 Minuten von Thun entfernt, ich etwas länger unterwegs zurück nach Basel, aber mit diesen Eindrücken im Kopf war das absolut kein Problem.
An diesem Tag starteten Stefano und Raphi am Weissenstein. Die Basis lag nur bei ca. 1500 m – gerade so über den Juragipfeln. Wir wollten etwas Neues ausprobieren und flogen direkt nach Norden.
An diesem Tag starteten Stefano und Raphi am Weissenstein. Die Basis lag nur bei ca. 1500 m – gerade so über den Juragipfeln. Wir wollten etwas Neues ausprobieren und flogen direkt nach Norden.
Trotz tiefer Ankunftshöhe mogelten wir uns an der zweiten Jurakette entlang und hatten einige heikle Momente im Talwind bei Herbetswil. Dann der entscheidende Moment: ein traumhafter Low Save mit kaum 50 m AGL rettete unseren Flug. Von dort konnten wir uns wieder bis an die Basis hochschrauben und schliesslich über die Hohe Winde nach Breitenbach gleiten.
Raphi musste etwas früher in Erschwil landen – ein kleiner Ausflug ins Lee, selbst verschuldet 😉
Nachdem wir in der Jugendherberge in Bellinzona übernachtet hatten, sind wir am Morgen aufgebrochen. Cari war das Ziel. Zuerst aber noch ein feines italienisches Frühstück geniessen! Mit dem Zug ging es dann nach Faido, und von da aus mit dem Bus auf kurviger Strasse ca. 40 Minuten den Berg hoch.
Nachdem wir in der Jugendherberge in Bellinzona übernachtet hatten, sind wir am Morgen aufgebrochen. Cari war das Ziel. Zuerst aber noch ein feines italienisches Frühstück geniessen! Mit dem Zug ging es dann nach Faido, und von da aus mit dem Bus auf kurviger Strasse ca. 40 Minuten den Berg hoch.
Oben angekommen, wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Das Skigebiet ist wunderschön, und der Zweier-Sessellift hatte viel Charme.
Am Startplatz haben wir dann wieder einige Piloten vom Tag zuvor angetroffen. Der Flug war ähnlich eindrücklich wie der in Mornera. Auch Cari kannten wir noch nicht, funktionierte aber tiptop. Bis zum Gotthard und zurück sind wir geflogen. Danach konnten wir den Flug sogar nochmals verlängern und sind etwa die gleiche Strecke Richtung Osten geflogen.
Ein Highlight: das Aufdrehen mit zwei Steinadlern und ca. sechs weiteren Piloten – inkl. 360-Grad-Panorama-Aussicht. Mit kalten Händen, aber völlig zufrieden, sind wir dann in Faido gelandet und mit dem Zug zurück nach Basel gefahren.
Im März hatten Stefano und ich beide Ferien – und diesmal hatten wir richtiges Wetterglück. Obwohl wir ursprünglich ins Wallis reisen wollten, mussten wir diesen Plan verwerfen. Stattdessen entschieden wir uns spontan für das Tessin, da die Wetterprognosen vielversprechend waren.
Im März hatten Stefano und ich beide Ferien – und diesmal hatten wir richtiges Wetterglück. Obwohl wir ursprünglich ins Wallis reisen wollten, mussten wir diesen Plan verwerfen. Stattdessen entschieden wir uns spontan für das Tessin, da die Wetterprognosen vielversprechend waren.
Die Jugendherberge in Bellinzona hatte glücklicherweise an diesen Tagen geöffnet, da in der Stadt der jährliche Karneval stattfand. So fuhren wir morgens mit dem Zug nach Bellinzona und machten uns direkt auf den Weg zum Startplatz Mornera. Zum Glück hatten wir die Luftseilbahn im Voraus reserviert – ohne Reservierung kann man leicht eine Stunde warten, bis ein freier Platz verfügbar ist.
Oben angekommen, lag noch relativ viel Schnee. Eine wunderschöne, kurze Wanderung führte uns durch verschneite Wälder mit traumhaften Ausblicken bis zum Startplatz. Dort warteten etwa 15 Piloten auf ihren Start, doch wir liessen uns nicht stressen. Da ich (Raphi) zum ersten Mal mit dem Hiko P flog, nahmen wir uns diesmal besonders viel Zeit und starteten als Letzte. Unser Ziel war es, Richtung Cimetta zu fliegen – und das funktionierte perfekt. Dort angekommen, bogen wir nach Norden ab.
Leider war es im Maggiatal turbulent und ungemütlich, sodass wir schliesslich umkehrten und zurück nach Bellinzona flogen. Nach 3,5 Stunden in der Luft und 40 geflogenen Kilometern waren wir überglücklich mit unserem ersten Tag. Zudem machten wir tolle Bekanntschaften und führten spannende Gespräche mit anderen Piloten. Tatsächlich erkannten uns sogar einige Leute – etwas, das uns vorher noch nie passiert war. Das sorgte für einige lustige Momente.
Zurück in der Jugendherberge spielten wir noch eine Partie Schach und schmiedeten Pläne für den nächsten Tag. Unser Ziel: das Leventina-Tal erkunden und den Startplatz Cari auskundschaften – ein Ort, der von Basel aus gefühlt eine halbe Ewigkeit entfernt ist.
Ursprünglich wollten wir an diesem Tag unsere neuen Schirme testen und fuhren gemeinsam mit Ronny nach Stoos. Der Plan war einfach: Mit den Sesselliften so oft wie möglich auf den Fronalpstock fahren, starten und anschließend wieder in Stoos landen. Doch dieser Plan erwies sich schnell als unrealistisch, da die Lifte durch die vielen Skifahrer überfüllt waren.
Ursprünglich wollten wir an diesem Tag unsere neuen Schirme testen und fuhren gemeinsam mit Ronny nach Stoos. Der Plan war einfach: Mit den Sesselliften so oft wie möglich auf den Fronalpstock fahren, starten und anschließend wieder in Stoos landen. Doch dieser Plan erwies sich schnell als unrealistisch, da die Lifte durch die vielen Skifahrer überfüllt waren.
Oben angekommen, mussten wir zudem feststellen, dass der Wind – entgegen der Prognosen – aus Westen statt aus Osten wehte und es viel Neuschnee gab. Ein Start in Richtung Stoos war unter diesen Bedingungen unmöglich. Nach etwa einer Stunde Auf- und Absteigen rechneten wir bereits damit, mit der Bahn ins Tal zurückzufahren.
Doch dann kam uns ein letzter Gedanke: Warum nicht den Startplatz Süd ausprobieren? Vor Ort wurde uns schnell klar, dass dieser Startplatz funktionieren könnte. Ein konstanter Aufwind und nahezu kein Schnee ließen unsere Hoffnung zurückkehren. Einzig der Klippenstart mit den neuen Schirmen und die zahlreichen Zuschauer sorgten für ein mulmiges Gefühl.
Da Ronny sein Auto im Tal geparkt hatte, entschied er sich, nach dem Start Richtung Stoos abzudrehen und dort zu landen. Stef und ich hingegen waren mit dem ÖV unterwegs, was uns auf die Idee brachte, einen Flug über das Nebelmeer des Vierwaldstättersees zu wagen und in Seelisberg zu landen. Ein kurzer Check mit dem Gleitwinkelrechner bestätigte, dass der Flug machbar sein sollte.
Wir beschlossen, dieses Abenteuer anzugehen. Plan B wäre übrigens eine Landung in Morschach, falls es uns doch nicht über das Nebelmeer reichen sollte. Es reichte jedoch locker und der Flug über das Nebelmeer war ein unvergessliches Erlebnis, das uns für immer in Erinnerung bleiben wird!
Im Jura sind wir oft unterwegs, wenn wir nicht so viel Zeit haben, um in die Alpen zu fahren. An diesem Tag hatten wir uns vorgenommen, einen neuen Startplatz, das Challechöpfli, auszutesten. Von dort aus wollten wir schauen, ob wir trotz hoher Wolken und wenig Starthöhe einen kleinen Streckenflug schaffen oder ob wir gleich wieder zur Gondelbahn zurücklaufen würden.
Im Jura sind wir oft unterwegs, wenn wir nicht so viel Zeit haben, um in die Alpen zu fahren. An diesem Tag hatten wir uns vorgenommen, einen neuen Startplatz, das Challechöpfli, auszutesten. Von dort aus wollten wir schauen, ob wir trotz hoher Wolken und wenig Starthöhe einen kleinen Streckenflug schaffen oder ob wir gleich wieder zur Gondelbahn zurücklaufen würden.
Tatsächlich haben wir es nach einigem Kämpfen und viel Geduld geschafft, in Richtung Passwang zu fliegen. Dort angekommen, packten wir unsere Sachen und wanderten auf den Laupersdörfer Stierenberg hoch. Der Aufstieg war sehr steil, und Raphi hatte starke Bauchschmerzen. Nach einer WC-Pause konnten wir die Tour aber fortsetzen und wurden mit einer wunderschönen Aussicht vom Laupersdörfer Stierenberg belohnt.
Nachdem wir noch etwa 15 Minuten auf ein wolkenloses Fenster gewartet hatten, stieg es super vor dem Startplatz, und wir konnten bis zur TMA-Grenze aufdrehen. Danach liessen wir uns in Richtung Basel abgleiten und landeten in der Nähe von Erschwil. Nach einer Abkühlung im kalten Bach traten wir per Autostopp den kurzen Heimweg an.
Es war ein abwechslungsreicher und schöner Flugtag.
Jeder Pilot kennt es: Man steht am Startplatz und merkt, dass man etwas Wichtiges zuhause vergessen hat. Heute war es das Funkgerät – und ja, es war Stefano, der seines zuhause gelassen hatte (etwas Necken muss sein). Dadurch standen wir vor der Herausforderung, zu zweit einen Flug ohne jeglichen Funkkontakt zu absolvieren.
Jeder Pilot kennt es: Man steht am Startplatz und merkt, dass man etwas Wichtiges zuhause vergessen hat. Heute war es das Funkgerät – und ja, es war Stefano, der seines zuhause gelassen hatte (etwas Necken muss sein). Dadurch standen wir vor der Herausforderung, zu zweit einen Flug ohne jeglichen Funkkontakt zu absolvieren.
Dank unserer Erfahrung und der Tatsache, dass wir schon oft zusammen geflogen sind, gelang uns das überraschend gut. Unser Plan war simpel: Wir blieben stets beisammen, warteten mit Kreisen aufeinander und kommunizierten die nächsten Schritte durch Rufen. Und tatsächlich funktionierte das einwandfrei!
Es folgte ein wunderschöner Flug im Engelbergtal, bei dem wir auch Regionen beflogen, die Stefano bisher noch nicht kannte. Das Highlight war definitiv das Stanserhorn. Dort kreisten wir gemeinsam mit Deltaseglern in der Thermik und konnten den Gästen im Restaurant zuwinken. Anschließend flogen wir weiter zum Buochserhorn und landeten schließlich im Tal.
Der Flug war überraschend lang und führte uns quer durch das gesamte Engelbergtal – von der Fürenalp bis zum Stanserhorn. Es war ein wirklich toller Tag, aber für das nächste Mal gilt: bitte wieder mit zwei Funkgeräten!
Basel liegt in der Mitte zwischen Jura, Vogesen und Schwarzwald. Obwohl wir beide schon seit mehreren Jahren fliegen, hatten wir noch nie einen Start im Schwarzwald ausprobiert. An einem schönen Frühlingstag mit Bise entschieden wir uns spontan, den Startplatz Fröhnd in Süddeutschland zu testen.
Basel liegt in der Mitte zwischen Jura, Vogesen und Schwarzwald. Obwohl wir beide schon seit mehreren Jahren fliegen, hatten wir noch nie einen Start im Schwarzwald ausprobiert. An einem schönen Frühlingstag mit Bise entschieden wir uns spontan, den Startplatz Fröhnd in Süddeutschland zu testen.
Nach nur 45 Minuten Fahrt mit dem Roller standen wir im Tal und freuten uns darauf, diese neue Region kennenzulernen. Den Weg zum Startplatz legten wir zu Fuß zurück, obwohl uns unterwegs einige Gleitschirmpiloten mit dem Auto überholten. Freundlich, wie die deutschen Piloten sind, boten sie uns eine Mitfahrgelegenheit an. Wir entschieden uns dennoch für die sportliche Variante und gingen weiter zu Fuß.
Oben angekommen, hatten einige Piloten bereits Schwierigkeiten, ihre Schirme zu starten, da der Wind merklich zugenommen hatte. Wir legten unsere Schirme schnell aus und starteten – als einzige Piloten. Es ist immer ein etwas mulmiges Gefühl, allein in der Luft zu sein, während andere am Boden bleiben. Einige Piloten entschieden sich sogar, wieder zu Fuß ins Tal abzusteigen.
Unsere Starts verliefen jedoch problemlos, und der Wind nahm erst in der Luft etwas zu. Direkt vor dem Startplatz fanden wir Thermik und konnten uns gemeinsam mehrere hundert Meter hocharbeiten. Es war ein fantastisches Erlebnis, mit einer Aussicht über die Hügel des Schwarzwalds bis nach Basel!
Nach etwa einer Stunde, als der Wind weiter auffrischte, entschieden wir uns, ins Tal zu landen. Wir waren überwältigt von diesem Tag. Unsere Erwartungen waren nicht allzu hoch gewesen, da der Startplatz als „Absaufer-Spot“ bekannt ist – oft bleibt es dort bei einem reinen Gleitflug bis zum Landeplatz. Doch der Schwarzwald hat uns eines Besseren belehrt.
Schwarzwald, wir kommen auf jeden Fall wieder vorbei!
Das Flugjahr 2024 begann spektakulär. Im Februar machten wir uns auf den Weg zum Weissenstein, da für diesen Tag gute Thermik vorhergesagt war. Allerdings war die Wolkenbasis recht niedrig und reichte nur knapp über die Startplatzhöhe. Das ist im Jura besonders herausfordernd, da die Höhendifferenz zwischen Start- und Landeplatz ohnehin relativ gering ist. Unsere Erwartungen hielten wir deshalb bewusst niedrig.
Das Flugjahr 2024 begann spektakulär. Im Februar machten wir uns auf den Weg zum Weissenstein, da für diesen Tag gute Thermik vorhergesagt war. Allerdings war die Wolkenbasis recht niedrig und reichte nur knapp über die Startplatzhöhe. Das ist im Jura besonders herausfordernd, da die Höhendifferenz zwischen Start- und Landeplatz ohnehin relativ gering ist. Unsere Erwartungen hielten wir deshalb bewusst niedrig.
Nach dem Start merkten wir jedoch schnell, dass die Thermik tatsächlich stark und zuverlässig war. Über der ersten Jurakette hatte sich eine wunderschöne Wolkenstraße gebildet, die uns Richtung Nordosten führte. Alle paar hundert Meter fanden wir neue Thermik, sodass die niedrige Wolkenbasis kaum ein Problem darstellte.
Einzig die Gefahr, in die Wolken gesogen zu werden, erforderte Vorsicht. Wir blieben daher stets am Rand der Wolken und stiegen nur so hoch, dass wir jederzeit sicher von der Wolke wegfliegen konnten.
Am Ende gelang uns ein fantastischer Flug: Von Weissenstein bis nach Egerkingen, dann quer durch den Jura und zurück bis Breitenbach – insgesamt über 40 Kilometer, und das im Februar! Wir waren überwältigt und konnten unser Glück kaum fassen.
Ein zusätzlicher Höhepunkt: Wir konnten mit dem Bus zurück nach Hause fahren – eine Seltenheit mit Wohnort Basel. Umso schöner, wenn es einmal klappt.
Mit diesem Video begann alles: unser erstes YouTube-Video, das für den burnair-Videowettbewerb entstand. Die Aufgabe war, ein Gleitschirmvideo mit etwas Produktplatzierung von burnair zu erstellen. Wir entschieden uns, das Erlebnis eines Gleitschirmausflugs aus der Stadt zu zeigen und dabei einen besonderen Fokus darauf zu legen, dass man das Gleitschirmfliegen auch zu zweit erleben kann, selbst wenn man alleine in der Luft ist. Dieser Fokus ist seither unser Markenzeichen und zieht sich durch fast alle unsere Videos.
Mit diesem Video begann alles: unser erstes YouTube-Video, das für den burnair-Videowettbewerb entstand. Die Aufgabe war, ein Gleitschirmvideo mit etwas Produktplatzierung von burnair zu erstellen. Wir entschieden uns, das Erlebnis eines Gleitschirmausflugs aus der Stadt zu zeigen und dabei einen besonderen Fokus darauf zu legen, dass man das Gleitschirmfliegen auch zu zweit erleben kann, selbst wenn man alleine in der Luft ist. Dieser Fokus ist seither unser Markenzeichen und zieht sich durch fast alle unsere Videos.
Das Filmen war eine echte Herausforderung. Wir begannen bei Raphi zu Hause und filmten einige Szenen am PC. Dann kamen ein paar Drohnenaufnahmen aus dem Dachfenster im 5. Stock dazu. Dabei hatten wir schon etwas Angst um die Drohne, aber glücklicherweise lief alles gut. Auch die Fahrt mit den Rollern zum Bahnhof wollten wir kurz einfangen.
In Engelberg angekommen, stiegen wir zum Startplatz Schonegg hinauf – und standen plötzlich vor mehr Schnee, als erwartet. Mit Gleitschirmen und Wanderstöcken kämpften wir uns durch den tiefen Schnee, immer wieder unterbrochen von Drohnenaufnahmen. Es war echt witzig, weil wir uns wie Influencer fühlten, obwohl wir noch nicht einmal passende Schneewanderausrüstung dabei hatten. Auch ein Drohnenabsturz in den Schnee konnte uns nicht stoppen – wir fanden sie zum Glück wieder.
Beim Start hatte Stefano dann ausgerechnet an diesem Tag einen Knoten in den Leinen – ein Problem, das ihm zuvor noch nie passiert war. Er verlor schnell an Höhe, und der geplante Flug nach Wolfenschiessen stand auf der Kippe. Kurz bevor er sich entschied, in Engelberg zu landen, zog er nochmal an den Stabilo-Leinen, und der Knoten löste sich. Die Erleichterung war riesig, und wir konnten doch noch Richtung Wolfenschiessen abbiegen.
Diese Verlängerung um zehn Minuten war Gold wert: Der Flug über die schneebedeckten Bäume war atemberaubend. Die Luft war ruhig, und wir waren allein – nur begleitet von gefühlt 15 Kameras, darunter ein 3-Meter-Selfie-Stick und eine Spiegelreflexkamera. So eine aufwendige Produktion machen wir wohl so schnell nicht wieder, aber der Spaß und das Ergebnis waren es absolut wert.
Das Video brachte uns den zweiten Platz im Wettbewerb ein. Das Preisgeld? Natürlich reinvestiert – und im Casino weiter ausgebaut! Stefano verliert dort bekanntlich nie.
Cookies für Reichweitenmessung und Werbung setzen wir nur mit Ihrer Einwilligung. Datenschutz