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Kurze, klare Stichworte, die deinen Blick gezielt auf Warnsignale lenken, von der Flugplanung zuhause bis zum Debriefing nach der Landung. Jedes Stichwort wird zum mentalen Anker.
Unfälle entstehen selten durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch eine Kette kleiner, unscheinbarer Faktoren. Wer ein erstes Warnsignal erkennt und es gleich behebt, stoppt die Kette, bevor sie gefährlich wird. Das Konzept stammt nicht von uns, ausführlich erklärt wird es von Bernie Hertz im Wanderbird-Podcast ↗.
Die Lösung liegt nicht am Ende der Kette, sondern am Anfang: Wasserflasche auffüllen, bevor gestartet wird. Genau beim Erkennen dieser Warnsignale setzen die Decision Cards an.
Für jede Phase des Flugtages eine Karte, 24 Stichworte insgesamt. Karte anklicken, dann erscheinen die Fragen und Beispiele dahinter. Die Fragen helfen dir, ein Warnsignal früh zu erkennen und die Kette zu durchbrechen.
Flugplanung, bevor du überhaupt losfährst.
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Überprüfen der Bedingungen, bevor du den Schirm auslegst.
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Entscheidungen im Flug. Laufend statt einmalig.
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Reflexion des Flugtages. Daraus lernst du am meisten.
Erläuterungen anzeigen▾Flugplanung, bevor du überhaupt losfährst.
Nach schlechtem Schlaf bewusst gegen die 3-Stunden-Anreise ins Wallis entschieden und lokal geflogen. Der kurze Reiseweg war entspannter, der Tag trotzdem ein Genuss.
Feste Limits setzen («über 20 km/h Wind am Startplatz fliege ich nicht») und direkt eine Alternative einplanen, etwa Wanderung oder Groundhandling, damit der «Nicht-Flug» weniger enttäuscht.
Ein Top-Tag auf der Burnair-Map bedeutet nicht automatisch Sicherheit: Lokale Phänomene wie seichter Föhn stehen in keinem Modell. Locals fragen und bedenken, dass ideale Streckenflug-Bedingungen für frisch Brevetierte bereits zu stark sein können.
Werkzeug: burnair ↗
Nach einem anstrengenden Hike sehr erschöpft am Startplatz angekommen. Konsequent gegen den schwierigen Start entschieden, ein Stück abgestiegen und weiter unten an einfacherer Stelle gestartet.
Werkzeug: skybriefing ↗
Unsere weitesten Streckenflüge sind wir beide mit Mid-B-Schirmen geflogen, trotz Erfahrung auf C-Schirmen — das kleine Plus an Leistung ist bedeutungslos gegen echtes Wohlbefinden.
Quelle: SHV, Swissglider ↗
Die 100-km-Marke fiel ausgerechnet an einem Tag, an dem es nur darum ging, möglichst lange in der kühlen Luft zu bleiben. Ohne Kilometer-Fokus, völlig stressfrei.
Kalte Finger und feuchte Schichten kosten Konzentration, und die brauchst du für gute Entscheidungen. Im Video zeigen wir, womit wir beim Hiken und Fliegen unterwegs sind und wie wir uns auf wechselnde Bedingungen einstellen.
Überprüfen der Bedingungen, bevor du den Schirm auslegst.
Nur weil der «Local Hero» startet, sind die Verhältnisse für dein Können und Material noch lange nicht sicher. Es braucht oft mehr Mut, als Einziger am Boden zu bleiben.
Am Schonegg in Engelberg täuscht bei West- oder Nordwind ein kurzer Südaufwind direkt am Startplatz: ein gefährliches Lee. 30 Meter weiter bläst der echte Westwind mit 20 km/h ins Gesicht.
Einen Punkt auf der Startwiese markieren (z. B. ein markanter Stein): Steht der Schirm bis dort nicht stabil, wird konsequent abgebrochen.
Als alle gleichzeitig starteten, ging es plötzlich hektisch. Nach dem Start war ein Tragegurt um 180° verdreht. Nicht kritisch, aber der Flug war kein Genuss mehr.
Quelle: Flugschule Appenzell ↗
Jeder Pilot bringt anderes Können und Material mit. Individuelle Ziele setzen und sich nicht von anderen verleiten lassen.
Das Bauchgefühl ist die Summe kleiner unbewusster Wahrnehmungen. Wenn es «Nein» sagt: Bahn nehmen. Diese Entscheidung ist immer richtig.
Entscheidungen im Flug. Laufend statt einmalig.
Dehydrierung führt zu Kopfschmerzen und langsameren Reaktionen. Wer unkonzentriert wird oder friert, leitet die Landung ein.
Im Wallis mit neuem High-B gestartet, die Bedingungen so stark, dass nur noch Reagieren möglich war. Konsequent im Tal gelandet, obwohl viele andere noch flogen.
Live-Windwerte in Burnair Go oder XCTrack beobachten; auch Rauchfahnen, Fahnen und Wellen auf Seen sind gute Indikatoren. Wird das Vorankommen langsamer: rasch Richtung Landeplatz.
Werkzeug: burnair ↗
Im Winter vom Titlis gestartet. Bei der Bergfahrt noch schönstes Wetter, nach dem Start lag das ganze Tal im Nebel. Improvisation unter grossem Stress.
In einer grossflächigen Abwindzone stehst du innert Minuten am Boden. Früh nach Landemöglichkeiten Ausschau halten: Plan A, B und C im Kopf.
Plan A: See queren und drüben Thermik suchen. Plan B: zum offiziellen Landeplatz gleiten. Plan C: bei starkem Sinken früh umdrehen und am Ufer landen. Plan D: Wasserlandung nahe eines fahrenden Boots vorbereiten.
Reflexion des Flugtages. Daraus lernst du am meisten.
Auch ein kurzer Flug kann ein grosser Erfolg sein, etwa ein neues Fluggebiet kennenlernen, sauber starten und sicher landen.
«Eigentlich fand ich den Wind am Start schon grenzwertig, bin aber trotzdem gestartet.» Analysieren, warum das Signal ignoriert wurde, etwa wegen Gruppendruck.
Bewusst kurz gehalten, schnell erfassbar, jederzeit griffbereit. Vertiefung zum Konzept: Wanderbird-Podcast ↗
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